Entwicklung

Die Gründung der Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft „8. Mai“ 1954 bis 1990

Am 8. Juni 1954 riefen 13 an der Gründung einer Genossenschaft interessierte Bürger die AWG „8. Mai“ ins Leben.

Die ersten 30 Wohnungen entstanden 1954 an der Reichenbrander Straße. Ein regelrechter Ansturm von Interessenten an einer genossenschaftlichen Neubauwohnung setzte ein, so dass durch die betriebliche Wohnungskommission die Auswahl nach Dringlichkeit und Bedürftigkeit getroffen werden musste.

Nach dem Bau von 15 Wohnungen in der Unritzstraße 9 a/b wurden bis 1966 in Siegmar ca. 320 Wohnungen geschaffen. Weitere Wohnungen entstanden 1976/77 in der Keplerstraße.

1968 erfolgte der erste Spatenstich zum Bau des Geschäftsgebäudes der Genossenschaft, 1971 konnte der Umzug vom Geschäftszimmer im Fritz-Heckert-Werk in das neue Geschäftsgebäude stattfinden.

Ab 1973 begann der Bau des größten Wohngebietes der Genossenschaft – dem Wohngebiet Kappel.

1984 entstand der Neubau in der Talstraße. Die Ausstattung war sehr dürftig, um warmes Wasser zu erhalten, musste man hier Badeöfen anheizen.

1978 verschmolzen 3 gemeinnützige Wohnungsgenossenschaften mit der AWG:

  • der 1908 gegründete gemeinnützige Spar- und Bauverein Siegmar
  • der 1919 gegründete gemeinnützige Bauverein Rabenstein
  • der 1924 gegründete gemeinnützige Bauverein „Heimat“ in Schönau

ab 1990

Am 1. Oktober 1990 wurde die Delegiertenversammlung einberufen. Die neue Satzung wurde bestätigt, der neue Name „Wohnungsbaugenossenschaft Chemnitz West eG“, kurz WCW wurde mehrheitlich angenommen und der Aufsichtsrat gewählt.

Im Frühjahr 1991 erfolgte die Vertreterwahl. Seit jenen Tagen nehmen gewählte Mitglieder unserer Genossenschaft diese große Verantwortung als höchstes Gremium der Genossenschaft wahr.

Ab 1991 begann auch die Zeit der Sanierungen und Modernisierungen. Eine echte Herausforderung war die 1996 beginnende Sanierung des größten Wohngebietes der WCW in Kappel.

1997 begann der Um- und Neubau der Geschäftsstelle Harthweg 150. Dies war erforderlich, um die gesamte Verwaltung der Genossenschaft unter einem Dach erreichen zu können.

Zwischen 1997 und 2000 wuchs der Leerstand ständig an. Neue Ideen waren gefragt. Das Marketingkonzept wurde umgestellt. Ab Juni 2000 begann die stetige Abnahme des Leerstandes.

Es entstanden umfangreiche Service- und Dienstleistungsangebote für die Genossenschaftler.

Im Oktober 2003 eröffnete die genossenschaftliche Spareinrichtung mit attraktiven Sparanlagen für Mitglieder der WCW und deren Angehörige nach § 15 AO.

2004 erfolgte der erste Spatenstich für den Bau von 2 Stadtvillen an der Unritzstraße.

2005 baute die WCW 18 Kindergartenplätze im Kindergarten „Rabennest“ aus und erhielt dafür Belegungsrechte für die Kinder von Mitgliedern.

Am Ende des Jahres 2005 erreicht der Leerstand in der Genossenschaft erstmals seit 1997 wieder die magische Grenze von unter 3 %. Dieses Ergebnis beweist, dass die Aktivitäten der Genossenschaft richtig waren.

Ende 2005 kaufte die WCW einen Wohnblock mit 50 Wohneinheiten auf der Hertzstraße. Nach umfangreicher Sanierung waren die Wohnungen im Dezember 2006 bezugsfertig. Die freigezogenen Wohnungen konnten relativ zügig wieder vermietet werden.

2007 erfolgte durch Beschluss der Vertreterversammlung die Zerlegung der Anteile. Ein Anteil von 155 € wurde in 10 Anteile von je 15,50 € aufgeteilt. Ebenfalls 2007 wurde die Satzung neu gefasst und am 5. Dezember 2007 neu beschlossen. 

Im Juli 2007 eröffneten wir in der Virchowstraße 1 unseren Schönau-Treff - einen Treffpunkt für Jung und Alt mit einem umfangreichen Angebot.

Den Grundstein für den Bau eines Niedrigenergiehauses an der Bürgelstraße legten wir im April 2008. Im Juli 2009 konnten die ersten Bewohner ihre neuen, hochwertigen Wohnungen beziehen.

Ende 2008 kaufte die Genossenschaft 21 Wohnungen im Stadtzentrum (Theresenstraße 11) und im Stadtteil Gablenz (Frühlichtweg 2 - 4).

Das 5-jährige Bestehen unserer genossenschaftlichen Spareinrichtung feierten wir im Oktober 2008 mit einer Ausstellungseröffnung und einem kleinen Hoffest.

Zum 1. Oktober 2008 änderte sich die Struktur unserer Genossenschaft grundlegend. Es wurden neue Bereiche geschaffen, Prozessabläufe kontrolliert und optimiert und ein Unternehmensleitbild aufgestellt.

Der Leerstand konnte 2008 stetig unter 3 % gehalten werden.

2009 eröffnete nach umfangreichen Umbauten und mit neuem Konzept und neuen Pächtern das Genossenschaftsheim, Keplerstraße 21 wieder seine Pforten. Gleichzeitig eröffnete ein weiterer Wohngebietstreff - der sogenannte Siegmar-Treff.

Mitgliederbestand per 1. Dezember 2009: 3.765 Mitglieder
Wohnungsbestand per 1. Dezember 2009: 3.152 Wohnungen